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Finanzierungslösungen

Bilanzoptimierung und Minimierung des Auslastungsrisikos

Durch die Übernahme von bis zu 75% des Auslastungsrisikos, können Sie Investitionskosten (CAPEX) in operative Kosten (OPEX) umwandeln und profitieren von der außerbilanziellen Einstufung nach IFRS16. So reduzieren Sie Ihre Investitionshürden, verbessern Ihre Bilanzkennzahlen (zB freien Cash Flow) und optimieren Ihre Gesamtbetriebskosten (TCO) im Fall einer Unterauslastung.

Stapler in Grün
Industrie 4.0 trifft Finanzierung

Warum entscheiden sich Maschinenbetreiber für die Pay-per-Use Finanzierung?

Die Einflussfaktoren auf Maschinenbetreiber ändern sich in der heutigen dynamischen Wirtschaft immer schneller, wodurch die Marktnachfrage immer schwerer prognostiziert werden kann. Diese Unsicherheit wird durch alte, ineffiziente Maschinen, die zu unerwarteten Produktionsausfällen und hohen Energiekosten führen können, verstärkt.

Zusätzlich erhöhen neuen Bilanzierungsvorschriften den Druck auf Maschinenbetreiber. So müssen zum Beispiel bei traditionellem Leasing nach IFRS16 der Wert der Maschine sowie die Finanzierungskosten in der Bilanz verbucht werden. Dagegen gilt die Pay-per-Use Finanzierung von Linxfour als Betriebsausgabe, was Unternehmen hilft, ihre Bilanz zu „verschlanken“.

Die nutzungsbasierte Finanzierung erhöht die finanzielle Stabilität von Maschinenbetreibern in unsicheren Zeiten, etwa bei geringer Nachfrage oder unerwarteten Ereignissen, und hilft ihnen, alte Maschinen durch neue zu ersetzen, ohne die Investitionsausgaben zu erhöhen.

Häufige Fragen zu Finanzierungslösungen

Die maximale Vertragslaufzeit beträgt 7 Jahre (84 Monate). Als Mindestlaufzeit werden in der Regel 4 Jahre empfohlen. Kürzere Laufzeiten sind möglich. Wie sinnvoll hängt von der Maschine, dem Anwendungsfall und etwaigen Restwerten ab. 

Am Ende der Vertragslaufzeit kann die Maschine zu einem zuvor vereinbarten Restwert übernommen werden. Das Kaufrecht oder die Kaufpflicht liegt dabei – je nach vertraglicher Ausgestaltung – entweder beim Maschinenhersteller oder beim Maschinenbetreiber.

Bei vorzeitiger Vertragsauflösung werden dem Maschinenbetreiber der Barwert ausstehender Leasingentgelte für die verbleibende Mindestlaufzeit in Rechnung gestellt. Die Maschine wird von Linxfour verwertet, entweder durch Übernahme durch den Betreiber, den Hersteller oder durch Verkauf am Sekundärmarkt. Der Verkaufserlös wird dem Maschinenbetreiber gutgeschrieben und mit offenen Forderungen verrechnet.

Entscheidend ist, dass die Nutzung oder Produktion über eine unabhängige und eindeutig messbare Abrechnungseinheit erfasst werden kann. Dazu zählen beispielsweise Betriebsstunden, produzierte Stückzahlen, Tonnen, Waschgänge, Quadratmeter oder Kubikmeter. Für den Vertragsabschluss sind entweder historische Nutzungsdaten, ein Abnahmevertrag oder plausible Produktionspläne erforderlich.

Die Leasingrate besteht aus einer fixen Grundgebühr und einem variablen, nutzungsabhängigen Anteil. Die Grundgebühr fällt unabhängig von der tatsächlichen Nutzung an. Die variable Rate hängt von der tatsächlichen Nutzung der Maschine ab. Die Nutzung wird mittels Abrechnungseinheit gemessen, zum Beispiel: Betriebsstunde, Wäsche, Palette, Tonne Material, kWh etc.

Das Verhältnis zwischen fixem und variablem Anteil wird zu Vertragsbeginn festgelegt und ist für die gesamte Laufzeit gleich. Üblich sind, dass 25%, 50% oder 75% der Leasingrate nutzungsbahängig sind. So werden einmalige Investitionskosten in laufende, nutzungsabhängige Betriebskosten überführt.

Die Nutzung einer finanzierten Maschinen wird mittels Abrechnungseinheit gemessen. Da dies wesentlicher Bestandteil der Leasingrate ist, müssen Nutzungsdaten zumindest täglich übertragen werden. Eine Anbindung der Maschine ans Internet (Stichwort "connected machine") ist Vorraussetzung für eine Pay-per-Use Finanzierung. 

Es werden nur vorab definierte Nutzungsdaten übertragen, die für Abrechnung und Risikomanagement notwendig sind. Prozesskritische oder produktionssensible Daten werden explizit nicht übertragen. Zugriff auf Auswertungen haben nur der Maschinenbetreiber und Linxfour. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt Anhand TLS v1.3 and SHA-256 Standards mit RSA Signaturen. Dritte erhalten keinen Zugriff auf Rohdaten.

Pay-per-Use ist sinnvoll für Anwendungen mit saisonalen Mustern oder solchen, die von Monat zu Monat schwanken, aber über einen Zeitraum von 12 Monaten einen stabilen Durchschnitt aufweisen. Pay-per-Use ist nicht sinnvoll für selten genutzte Geräte, z. B. für Tests oder Forschung und Entwicklung, bei denen die Nutzungsmuster nicht stabil oder unvorhersehbar sind. Die Geräte müssen über einen rollierenden Halbjahreszeitraum mehr als 60 % der vereinbarten Planauslastung genutzt werden, andernfalls hat Linxfour das Recht, den Vertrag vorzeitig zu kündigen.

Dies wird gemeinsam zwischen dem Maschinenhersteller, dem Maschinenbetreiber und Linxfour festgelegt. Üblich ist eine Abstimmung zwischen dem Hersteller, der weiß, wie seine Anlagen genutzt werden, dem Betreiber, der möglicherweise einen bestimmten Abnahmevertrag erfüllt oder besondere Umständen vorfindet, und Linxfour , das über branchen-, anlagentyp- und betreiberübergreifendes Expertise verfügt. 

Wird eine Maschine über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten weniger als 60 % der vereinbarten Planauslastung genutzt, kann Linxfour den Vertrag vorzeitig kündigen. Linxfour ist ein Finanzierungspartner für den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb, nicht eine Versicherung für Extremereignisse. Weiters soll Missbrauch des Pay-per-Use Modells vorgebeugt werden. 

Der nutzungsabhängige Teil der Leasingrate ist nach IFRS 16 nicht zu aktivieren. Eine Aktivierung ist nur für variable Zahlungen erforderlich, die von einem Index oder Zinssatz abhängen. So hat das International Accounting Standards Board (IASB) den Standard definiert. Da die Höhe zukünftiger Zahlungen bei nutzungsabhängigen Modellen nicht im Voraus bestimmbar ist, entfällt die Aktivierung.
Diese Darstellung stellt keine steuerliche oder bilanzielle Beratung durch Linxfour dar, sondern erklärt die Definition von IFRS 16.

Nein. Sale-and-Leaseback-Transaktionen sind nach IFRS 16 bilanziell zu aktivieren. Auch bei variablen Pay-per-Use-Raten müssen die erwarteten zukünftigen Zahlungen geschätzt und in die Bewertung des Nutzungsrechts einbezogen werden. Hintergrund ist, dass ein Veräußerungsgewinn nicht vollständig sofort realisiert werden darf, wenn weiterhin eine wirtschaftliche Belastung durch das zurückbehaltene Nutzungsrecht besteht. Die außerbilanzielle Logik gilt für Neugeschäft, nicht jedoch für Sale-and-Leaseback-Strukturen.
Diese Darstellung ist nicht als steuer- oder Bilanzierungsberatung durch Linxfour zu verstehen.

Ja, beim Sale-and-Leaseback ist zusätzlich entscheidend, dass die Vermögenswerte lastenfrei sind. Das bedeutet, sie müssen frei von Rechten Dritter sein und im Eigentum des Betreibers bzw. Verkäufers stehen. Entsprechende Kaufverträge und Rechnungen sind hierfür erforderlich. Zudem müssen die Maschinen oder Anlagen uneingeschränkt funktionstüchtig sein.

Für die Bewertung von Bestandsmaschinen arbeitet Linxfour mit renommierten, internationalen Bewertungsgesellschaften zusammen. Diese verfügen über die erforderliche Expertise, um unterschiedlichste Maschinen und Anlagen nach anerkannten internationalen Standards, wie zum Beispiel RICS, zu bewerten.

Wie funktioniert der Pay-per-Use-Prozess?

Nach Abstimmung der technischen Ausstattung und des Verkaufspreises der Maschine zwischen Maschinenbetreiber und Maschinenhersteller schickt Linxfour innerhalb von 72 Stunden ein Finanzierungsangebot. Nach erfolgreicher Annahme und Abschluss der Kredit- und Geldwäscheprüfung durch Linxfour wird der Pay-per-Use Vertrag aktiviert. Linxfour kauft die Maschine vom Maschinenhersteller und stellt dem Maschinenbetreiber anhand der tatsächlichen Nutzung monatliche Rechnungen inklusive Wartungs- und Versicherungskosten. Am Ende der Vertragslaufzeit kann der Maschinenbetreiber die Maschine für einen vordefinierten Restwert kaufen und Eigentümer werden oder die Maschine zurückgeben.

Pay per use Prozess

Gestalten Sie mit Pay-per-Use Ihre Maschinenfinanzierung neu

Erfahren Sie, wie Linxfour Sie unterstützt, Ihre Finanzierung flexibler zu gestallten.

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